Fassade streichen: Welche Fassadenfarbe ist die richtige?
Silikatfarbe, Silikonharzfarbe oder Dispersionsfarbe: Welche Fassadenfarbe zu Altbau, WDVS und Wetterseite passt – und wie lange sie in Wien hält.

Die Fassadenfarbe ist die Haut Ihres Hauses: Sie muss Regen abhalten, Wasserdampf herauslassen, UV-Licht aushalten und Algen wenig Angriffsfläche bieten. Die falsche Farbe auf dem falschen Untergrund blättert nach drei Jahren ab. Diese drei Farbtypen sollten Sie kennen.
Silikatfarbe – die Wahl für den Altbau
Silikatfarbe verkieselt mit dem mineralischen Putz und wird Teil der Fassade. Sie ist extrem diffusionsoffen, nicht brennbar, UV-stabil und hält 15–20 Jahre. Ideal für Gründerzeithäuser mit Kalkputz und für alle mineralischen Untergründe. Nachteil: Sie haftet nicht auf alten Dispersionsanstrichen – die müssen entfernt oder mit einer Haftbrücke vorbereitet werden.
Silikonharzfarbe – die Wahl für WDVS und Wetterseiten
Silikonharzfarbe ist stark wasserabweisend (Lotus-Effekt) und dennoch diffusionsoffen. Sie hält Regen von der Dämmung fern und trocknet schnell ab, was Algen hemmt. Standard auf Vollwärmeschutz-Fassaden und an Wetterseiten. Haltbarkeit 12–15 Jahre.
Dispersionsfarbe – günstig, aber begrenzt
Reine Dispersionsfarben sind preiswert und elastisch, aber dampfdicht. Auf feuchtem Altbau-Mauerwerk führen sie zu Blasenbildung und Abplatzungen. Wir setzen sie nur auf trockenen, modernen Untergründen ein.
Farbton: Was Wien erlaubt
In Schutzzonen und bei denkmalgeschützten Häusern ist der Farbton mit der MA 19 abzustimmen – meist werden gebrochene, historische Töne verlangt. Außerhalb von Schutzzonen sind Sie frei; wir empfehlen dennoch helle Töne mit Hellbezugswert über 30, weil dunkle Fassaden sich stärker aufheizen und schneller reißen.
Unser Standard
Reinigung, Grundierung, zwei Anstriche mit Silikat- oder Silikonharzfarbe, Musterfläche am Haus vor der Entscheidung. So hält Ihr Anstrich in Wien mindestens 12 Jahre.
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