Vollwärmeschutz: Lohnt sich die Fassadendämmung in Wien wirklich?
Rechnet sich ein WDVS in Wien? Wir rechnen Heizkostenersparnis, Förderung und Amortisation eines Vollwärmeschutzes am Beispiel eines Einfamilienhauses durch.

Ein Vollwärmeschutz kostet ein Einfamilienhaus in Wien 25.000 bis 40.000 Euro. Die Frage, ob sich das rechnet, ist berechtigt. Die kurze Antwort: bei einem ungedämmten Haus aus den Jahren 1950 bis 1990 ja – meist innerhalb von 10 bis 15 Jahren, mit Förderung deutlich schneller. Die lange Antwort mit Zahlen lesen Sie hier.
Wie viel Energie geht über die Fassade verloren?
Bei einem ungedämmten Ziegelhaus entweichen 25–35 % der Heizwärme über die Außenwände. Ein 38er-Ziegel hat einen U-Wert von rund 1,2 W/m²K; mit 16 cm EPS sinkt er auf etwa 0,18 W/m²K – eine Reduktion um 85 %. Für ein Haus mit 200 m² Außenwand und 2.500 Heizgradtagen bedeutet das rund 12.000 kWh weniger Heizbedarf pro Jahr.
Rechenbeispiel
Gasheizung, 12.000 kWh Ersparnis, 12 Cent/kWh: rund 1.450 € pro Jahr. Investition 32.000 €, abzüglich 30 % Förderung: 22.400 €. Amortisation: ca. 15 Jahre – bei steigenden Energiepreisen kürzer. Dazu kommen der neue Anstrich (der ohnehin fällig wäre, Wert ca. 9.000 €), ein besserer Energieausweis (2–3 Klassen) und ein höherer Verkaufswert der Immobilie.
Wann sich WDVS nicht rechnet
Bei bereits gedämmten Häusern (nach 1995), bei Gründerzeitfassaden mit Stuck (straßenseitig nicht zulässig) und wenn der Anstrich noch keine 5 Jahre alt ist. In diesen Fällen sind Innendämmung, Dämmung der obersten Geschoßdecke oder Fenstertausch die besseren ersten Schritte.
Der Zeitpunkt entscheidet
Am wirtschaftlichsten ist die Dämmung, wenn die Fassade ohnehin saniert werden muss – denn das Gerüst, die Vorarbeiten und der Oberputz fallen dann nur einmal an. Genau deshalb prüfen wir bei jeder Fassadensanierung, ob ein Vollwärmeschutz sinnvoll ist, und rechnen beide Varianten vor.
Schlagwörter: Vollwärmeschutz lohnt sich · WDVS Amortisation · Fassadendämmung Ersparnis

